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05.07.2018

Bekanntmachung Amtsbote der Stadt

Das amtliche Bekanntmachungsblatt der Stadt Bergen auf Rügen, der „Amtsbote der Stadt Bergen auf Rügen“ Nr. 10, 24. Jahrgang, erscheint am Donnerstag, den 05.07.2018 und ist während der allgemeinen Dienstzeiten im Büro der Stadtvertretung, Markt 5/6, 18528 Bergen auf Rügen, kostenlos erhältlich.

Bekanntmachung über die Nichtfortschreibung der Lärmaktionspianung der Stufe III

Die Stadtvertretung der Stadt Bergen auf Rügen hat auf ihrer öffentlichen Sitzung am 20.06.2018 beschlossen, die Lärmaktionsplanung der Stufe III nicht weiter fortzuschreiben.

Der Beschluss wird hiermit im Amtsboten der Stadt Bergen auf Rügen öffentlich bekannt gemacht und ist im Internet unter https://www.stadt-bergen-auf-ruegen.de/Stadtentwicklung/Lärmaktionsplan zur Einsicht eingestellt.

Begründung:
Die Begründung zur Nichtfortschreibung ist verpflichtend. Die Lärmkarten können im lnternetportal durch das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie M-V eingesehen werden unter http://www.laermkartierung- mv.de/index.php

Inhalt:

Umsetzungsgrad der EU-Umgebungslärmrichtlinie des Lärmaktionsplanes Stufe II der Stadt Bergen auf Rügen

Der Stadt Bergen auf Rügen wurden aktualisierte Lärmkarten mit Stand 2017 zugesandt und geprüft.
Die Stadt Bergen auf Rügen hatte eine Lärmaktionsplanung der Stute II 2014 erarbeitet. Das Verfahren zu dieser Planung und zur Bürgerbeteiligung wurde fristgerecht an das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie zugesandt. Unsere Lärmaktionsplanung der Stute II beinhaltete einen Maßnahmenkatalog, der erfolgreich umgesetzt wurde.

- Geschwindigkeitsreduzierung

Die Straßenverkehrsbehörde des Landkreises Vorpommern-Rügen ordnete am 04. 09. 2014 an, für den gesamten Marktbereich eine 20 km/h Zone zunächst als Testphase und für den lnnenstadtbereich eine 30 km/h Zone einzurichten. Diese Geschwindigkeits-beschränkungen wurden bis zum heutigen Tag aufrechterhalten. Es ist nicht geplant, diese Anordnungen aufzuheben. Im Marktbereich wurden vierneue barrierefreie Querungsstellen für Fußgänger angelegt, die wesentlich zur Einhaltung der reduzierten Geschwindigkeit beitragen.

- Hot-Spot Ringstraße

Für den Hot-Spots Ringstraße liegt eine Planung zur Sanierung in 9 Bauabschnitten vor. Als erste Baumaßnahme wird 2018/2019 der Kreuzungsausbau mit einem Kreisel im Bereich der Graskammer anvisiert. Die Geräuschimmissionsprognose vom 11.11. 2016 sagt aus, dass zwischen der jetzigen lmmissionsbelastung im Bestand und dem Neubau eines Kreisels, eine deutliche Reduzierung des Lärms um ca. 3 dB erreicht wird. Das ist der verkehrsberuhigenden Wirkung des geplanten Kreisverkehres und der Erneuerung des Fahrbahn-wechsels geschuldet. In einem weiteren Abschnitt der Ringstraße im Bereich des Kreuzungspunktes Dammstraße bis zur Stralsunder Straße (Kopfsteinpflaster-Bereich) wurde eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h angeordnet. Das wird bis zur Sanierung des Straßenabschnittes aufrechterhalten.

- Kreisstraße Rüg 15 Tilzower Weg

Schon während der Erarbeitung der Lärmaktionsplanung 2014 war dieser Bereich durch die Anwohner als unzumutbar angezeigt worden. Für diesen Bereich gab es weder in den Lärmkarten von 2014 noch in den aktuellen Karten von 2017 eine Hot-Spots-Ausweisung. Der Stadt liegt für den Bereich der Kreisstraße Rüg 15 Tilzower Weg eine schalltechnische Untersuchung zur Lärmberechnung mit Prüfung der Geschwindigkeitsbeschränkungen auf 30 km/h vor. Das Fazit der Untersuchung ist, dass die in den Lärmschutzrichtlinien StV (09) genannten lmmissionsrichtwerte im Bestand am Tag und in der Nacht, durch alle Fahrzeugklassen (auch LKW) deutlich unterschritten werden. Nach Einschätzung der Straßenverkehrsbehörde des Landkreises V-R ergibt sich somit kein Handlungsbedarf einer
Geschwindigkeitsreduzierung oder gar ein Nachtfahrverbot von LKW-s. Deshalb wird hier keine Lärmaktionspianung der Stufe III vorgesehen. Der Stadt obliegt es, mit dem Landkreis eine Lösung der Verkehrslärmberuhigung zu finden. Hier wird eine Regulierung durch einen grundhaften Ausbau des Abschnittes zwischen der Kreuzung Otto-Grotewohl und Anschluss Gewerbegebiet mittelfristig erreicht.

- Parkleitsystem

Das Parkeitsystem der Stadt Bergen auf Rügen entwickelte sich im Zeitraum von 2005 bis 2012. Durch die Neuansiedlung der Verkaufsmärkte 2014 in der Innenstadt wurde den Inhabern angeboten, sich in das Parkleitsystem zu integrieren, um dem Suchverkehr entgegenzuwirken. Seitens der Betreiber fehlte die Mitwirkungsbereitschaft und Mitfinanzierung. Seit 2014 hat sich das Konzept des Parkleitsystems nicht verändert. Es ist trotz der Widrigkeiten geplant, ein Parkleitsystem mit einer intelligenten Verkehrslenkung für eine wirksame Verkehrsberuhigung zu entwickeln und somit eine Reduzierung des Verkehrs durch die Innenstadt zu erhalten.

- Geplanter Straßenausbau

Im Investitionsplan der Stadt Bergen auf Rügen ist ein stetiger Ausbau der Straßen mit geräuscharmen Fahrbahnbelägen in der Innenstadt geplant. Der Ausbau der südlichen Altstadt 2. BA Gadmundstraße mit einem Fahrbahnbelag aus Asphalt ist 2018/2019 geplant. Die Straßen im Bereich des zukünftigen Fördergebietes Aktives Stadtteilzentrum "Grundschule Altstadtschule“ werden üblicherweise nach
einem durch die Stadtvertretung beschlossenem Maßnahmeprogramm saniert.

- Fazit

Die Lärmkonflikte, die im Marktbereich und in der Ringstraße vorhanden sind, wurden in der Lärmaktionsplanung der Stufe II bereits erfasst. Dies ist auch in den aktuellen Lärmkarten für das Ergänzungsnetz (Variante II) ersichtlich. Die im Maßnahmeprogramm 2013 aufgenommenen Vorhaben zur Beseitigung der Konflikte, werden stetig umgesetzt. Die Qualitätsverbesserung durch flüsterleise
Fahrbahnbeläge und der gehfreundliche Ausbau der Fußgängerbereiche, ist Ziel für die weitere Lärmreduzierung.

Die Überschreitung des Lärmes im Bereich der Innenstadt (Dammstraße, Marktstraße) kann nur durch die Beibehaltung der Geschwindigkeitsbegrenzung 20 und 30 km/h sowie einer Reduzierung des Verkehrsaufkommens minimiert werden.
Der Vergleich der Betroffenenstatistik (siehe Anlage) zwischen dem Jahr 2014 und 2017 zeigt für das Amt Bergen bereits positive Ergebnisse.

Anja Ratzke

Bürgermeisterin

Amtsbote Nr. 10 - 24. Jahrgang - 05. Juli 2018

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