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Bergen auf Rügen:
Eine Stadt im Herzen Europas

Die Stadt Bergen auf Rügen hat es sich zur Aufgabe gemacht, ihre Bevölkerung mit dem Europagedanken vertraut zu machen. Durch grenzüberschreitende Aktionen wird das kulturelle Verständnis zwischen europäischen Nachbarländern gefördert. Bergen auf Rügen geht mit großem Engagement voran, damit sich die Einwohner in einem gemeinsamen Europa immer weiter annähern. Mit Bergens internationalen Städtepartnern Svedala in Südschweden, Goleniów in Polen und Palanga in Litauen aber auch mit der deutschen Stadt Oldenburg in Holstein verbinden sie viele Begegnungen und gemeinsame Projekte.

Bereits 2013 hat sie für ihre Europaaktivitäten die 2. Stufe des Europapreises, die Auszeichnung mit der Europafahne des Europarates, errungen. In Bergen auf Rügen wird der Europagedanke durch die Handlungen ihrer Bürgerinnen und Bürger gelebt!

Das Parlament für soziale Angelegenheit, Gesundheit und nachhaltige Entwicklung des Europarates hat auf seiner Sitzung am 21. April 2015 entschieden, dass Bergen auf Rügen im Jahr 2015 mit der Ehrenplakette, der zweithöchste Stufe des Europapreises ausgezeichnet wird. Für Bergen auf Rügen ist das der Beweis dafür, dass die Stadt mit ihrer Europaarbeit auf dem richtigen Weg ist. Seit mehr als 20 Jahren pflegen die Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger aktive und nachhaltige Kontakte zu ihren Partnerstädten in Europa, arbeitet in internationalen Projekten und leistet somit einen wertvollen Beitrag zur Europäischen Integration.

Aktuelles:  September 2016  bis Juni 2017 

Internationaler Jugendworkshop in Bergen auf Rügen

Benachteiligte und behinderte Menschen sollten in der Gesellschaft besser akzeptiert werden. Darin waren sich alle Teilnehmer, ob Jugendliche oder Regionalpolitiker, nach dem Jugendworkshop der Vier Ecken der Südlichen Ostsee zum Thema „Soziale Inklusion“ einig.

Die Kooperation der Vier Ecken arbeitet nun bereits seit 11 Jahren mit demokratischen Jugendprojekten.
Vom 14. – 17. April 2016 trafen sich in Bergen auf Rügen 40 Jugendliche und Regionalpolitiker aus der polnischen Stadt Swinoujscie, der schwedischen Region Südost-Skåne, von der dänischen Insel Bornholm und aus der Stadt Bergen auf Rügen.

Die Jugendlichen des Bergener Ernst-Moritz-Arndt Gymnasiums waren die Hauptakteure des Workshops. Eröffnet wurde er durch die Bürgermeisterin der Stadt, Anja Ratzke, und den Schulleiter, Christoph Racky. Für Anja Ratzke war es der erste Jugendworkshop der Vier Ecken, den sie als Bürgermeisterin erlebte. „Besonders beeindruckte mich das politische Interesse der jungen Leute. Da kommen Jugendliche aus 4 Ländern zusammen, die den Wunsch haben, Dinge zu bewegen. Ihre Bereitschaft der internationalen Zusammenarbeit wollen wir auch zukünftig fördern.“ 

Bei dem durch das EU-Programm Erasmus + geförderten Projekt ging es darum, wie benachteiligte und behinderte Menschen in die Gesellschaft integriert werden. Sport, Musik, Tanzen - das können Aktivitäten sein, die die Kommunikation zwischen allen Menschen erleichtern, egal welche Sprache oder welches Handicap sie haben. Zu dieser Meinung kamen die Teilnehmer aus den vier Ländern nach den 3 Tagen hier auf Rügen.

Wichtig seien gegenseitige Achtung, Kommunikation und Hilfe! Dass behinderte Menschen im täglichen Leben nicht immer ohne Hilfe anderer auskommen, konnten die Jugendlichen am Samstag am eigenen Leib spüren. Dank der Unterstützung André Thedrans und seines Unternehmens Krankenfahrdienst „Ostseeküste“ sowie Karin Breitenfeldts konnten sich die Projektteilnehmer mit Hilfe entsprechender Utensilien z.B. mit Rollstuhl, als Schwerhörige oder Seh- bzw. Gehbehinderte durch die Stadt bewegen. Im Anschluss tauschten die Jugendlichen ihre Erfahrungen aus. Es war für sie nicht leicht die Straßen zu überqueren, auf dem Gehweg zu bleiben, den Zug zu benutzen oder im Supermarkt auch die untersten Angebote zu erwerben. Aber insgesamt fanden sie heraus, dass es recht vielgestaltige Einrichtungen in der Stadt gibt, die behinderten Menschen das Leben erleichtern.

Ein besonderes Highlight des Workshops war ein Besuch in der Regionalen Schule in Garz, beim Christlichen Jugenddorf und beim Verein Lebenshilfe e.V..

Dank der anschaulichen Einführungen und der Besichtigung der Einrichtungen erhielten die Projektteilnehmer einen umfassenden Einblick, wie dort behinderte und benachteiligte Menschen integriert werden, welche Programme es gibt und wie die gebotenen Chancen genutzt werden. Besonders beeindruckend für die Besucher war, mit wie viel Engagement und Hingabe die Sozialarbeiter und Lehrer der Einrichtungen ihre Aufgaben bewältigen. Ein spezieller Dank geht an Olaf Zender von Projekt „Produktives Lernen“ der Regionalen Schule Garz, der besonders geholfen hat, diese Studytour zu ermöglichen.

Die Stadt Bergen auf Rügen ist seit 4 Jahren aktiver Partner im Jugendprojekt der Vier Ecken. Zur Auswertung der Projektergebnisse und Diskussion über die Fortführung des Projektes lud Matthias Ewert die Jugendlichen des Gymnasiums zur nächsten Sitzung des Europaausschusses der Stadt ein.

Transnationale Partnerschaft

Erasmus+ 

Neues Jugendprojekt der Vier Ecken der Südlichen Ostsee gestartet

"Youth 4 Europe"  "European Youth Identity" – so lautet das Thema des neuen Jugendprojektes der „Vier Ecken der südlichen Ostsee“. Ende 2018 fand der erste Workshop des Projektes in Swinoujscie statt. Dort trafen sich jeweils 8 Jugendliche, 2 Regionalpolitiker, Lehrer und Koordinatoren der vier Projektpartner und diskutierten über Menschenrechte und wie sie in unseren Regionen eingehalten werden. Aus Bergen nahmen 8 Schüler des Ernst-Moritz-Arndt Gymnasiums teil.

Nun ist die Einhaltung der Menschenrechte auf EU-Ebene z.B. in der Europäischen Menschenrechtskonvention festgeschrieben. Jede Teilnehmerregion berichtete auch über diesbezügliche gesetzliche Grundlagen in ihren Ländern. Trotzdem konnten die jungen Leute über Fälle der Ungleichbehandlung, über Missbrauch oder Diskriminierung berichten. Sehr kritisch setzten sie sich mit existierenden Benachteiligungen und Ausgrenzungen auseinander und diskutierten offen mit den anwesenden Regionalpolitikern. Sie fanden aber auch heraus, dass es durchaus Unterschiede in den vier Ländern beim Umgang mit solchen Verletzungen im täglichen Leben gibt.

Zur Lösungen wollen z.B. die Polen über Ungleichbehandlung in Schulen und Kindereinrichtungen aufklären. Als andere Möglichkeiten sahen die Projektteilnehmer mehr Zivilcourage, soziale Unterstützung und die Einbeziehung aller Menschengruppen. Ein sehr praktisches Beispiel für die Verbesserung des Respektes zwischen den Menschen sahen sie in ihrer internationalen Jugendzusammenarbeit.

Das Jugendprojekt der Kooperation der „Vier Ecken der südlichen Ostsee“ gibt es seit 2002. Die Stadt Bergen auf Rügen arbeitet in Kooperation mit dem Landkreis Vorpommern-Rügen  und dem Ernst-Moritz-Arndt Gymnasium seit 2012 als Partner in dem Projekt. Zu den Vier Ecken gehören die dänische Insel Bornholm, die polnische Stadt Swinoujscie, Südost-Skåne in Schweden und der Landkreis VR.

Die EU hat das Projekt aus dem Erasmus+-Programm gefördert  Damit ist die Finanzierung dieser Zusammenarbeit bis Mitte 2020 gesichert.

Vier Ecken auf Bornholm im September 2016

Jugendliche diskutieren über Politik und Demokratie

In Ihrem letzten Workshop im Rahmen des Erasmus - geförderten internationalen Projektes der "Vier Ecken der Südlichen Ostsee" diskutieren die Jugendlichen und Regionalpolitiker der vier Länder über die Frage, ob junge Leute an der politischen Entwicklung der Regionen teilhaben und wie sie sich aktiver in demokratische Prozesse einbringen können. Aus diesem Anlass treffen sich vom 22. – 24. September 6 Schüler des Arndt-Gymnasiums Bergen und Stadtvertreter mit Vertretern aus Ystad in Schweden, Świnoujście in Polen und von der dänischen Insel Bornholm auf Bornholm.

Noch im Oktober diesen Jahres soll ein neues Projekt zur Weiterführung der nun schon über 10 Jahre bestehenden Zusammenarbeit der Gymnasien die vier Regionen bei der EU beantragt werden.

                                                                

Vier Ecken - LOGO

5. Auflage "Mathe extern" im Oktober 2016  in der Regionalen Schule "Am Grünen Berg"

Am 19.10.2016 war es wieder soweit:

Nun zum bereits 5. Mal veranstalteten wir zeitgleich mit unserer Partnerschule in Palanga den Wettbewerb „Mathe extrem“ für die 5. Klassen. Wieder wurde gerannt, gehüpft, Hindernisse überwunden und andere sportliche Schwierigkeiten bewältigt. Und mitten drin musste dann auch noch jeweils eine Matheaufgabe von jedem Teilnehmer gelöst werden.

Nur die Mannschaften, die in beiden Bereichen fit waren, konnten mit hohen Punktzahlen und einem gutem Platz in der Ergebnisliste rechnen.

Insgesamt nahmen an beiden Schulen 11 Teams am Wettbewerb teil.

Und wie es sich für ein kleines Jubiläum gehörte, gab es eine Besonderheit beim Wettkampf: Erstmals nahmen 5 Schüler aus Palanga direkt am Wettstreit in Bergen teil. Zusammen mit Schülern aus den Klassen 5a, b und c bildeten sie das „Team alpha“.

Im sportlichen Bereich konnte keine andere der Bergener Mannschaften mit diesem Team mithalten, aber in der Endabrechnung lag die Klasse 5c zumindest in der internen Wertung unserer Schule knapp vorn.

Alle Schüler kämpften fair und mit Begeisterung, es herrschte eine tolle Wettkampf-atmosphäre in der Turnhalle.

Der Gesamtsieg ging dieses Jahr an unsere Bergens Partnerstadt Palanga.

 

Herzlichen Glückwunsch.

Besuch aus unserer Partnerschule aus Palanga im Oktober 2016

Der Wettbewerb „Mathe extrem“ war nur eine von vielen Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Besuch aus unserer Partnerschule in Palanga (Litauen).

Vom 18.-21.10. weilten 5 Schüler und Schülerinnen sowie zwei Lehrerinnen als Gäste unserer Schule in Bergen. Zum Programm gehörte natürlich ein ausführlicher Rundgang durch unser umgebautes Schulgebäude. Alle zeigten sich ziemlich begeistert von den hellen Fluren, der farblichen Neugestaltung, den Fachräumen und den vielen technischen Möglichkeiten, zum Beispiel in der Aula.

Die wurde am Donnerstagvormittag kurzerhand als Zuschauerraum hergerichtet und Schüler und Gäste erlebten ein abwechslungsreiches Kulturprogramm, gestaltet von Schülern beider Einrichtungen.

Die Zuschauer konnten sich an den Darbietungen der Schülerband, an Gesangs-, Tanz- und Rezitationsauftritten der Gäste sowie dem Auftritt unseres Chores und einer Gedichtrezitation in russischer Sprache erfreuen und sparten nicht mit Beifall.

Außerdem kamen die litauischen Schüler ins Gespräch mit Schülern der 9. Klasse, die sie zu einer kleinen Diskussionsrunde empfingen. Wer Englisch konnte, war klar im Vorteil J.

In den Tagen blieb auch noch Zeit für einen Abstecher nach Prora zum Naturerbezentrum, für einen Stadtbummel und einen Restaurantbesuch.

Unsere Gäste gewannen viele Eindrücke und betonten beim Abschied, dass ihr Besuch bei uns toll war. Das ist Ansporn, diese Partnerschaft weiterhin mit Leben zu erfüllen und fortzusetzen.

Vielleicht als Gäste in Palanga bei den „Weihnachtslesungen“ im Dezember?

Die Einladung dazu haben wir schon erhalten.

Viso gero – Auf Wiedersehen demnächst!

 

 

Fest der 1000 Tische in Palanga

Vom 22.09.2016 bis 25.09.2016 reiste eine Delegation nach Palanga zum traditionellen Fest der 1000 Tische. Der Bürgermeister von Palanga, Sarunas Vaitkus und Bürgermeisterin Ratzke tauschten sich über weitere Vorhaben sowohl in Palanga als auch in Bergen auf Rügen aus. Palanga wird aus dem laufenden EFRE-Förderprogramm den Bau einer Schwimmhalle finanzieren, Bergen einen Hortneubau. Hätten beide Partnerstädte ein gemeinsames Projekt beschlossen, z.B. den Bau einer Schwimmhalle, wäre hier eine höhere Förderquote möglich.

Des Weiteren sind zukünftige Projekte angesprochen worden. Es soll z.B. ein gemeinsames Projekt mit Amateur-Fotografen stattfinden und es sollen mehr Projekte für Bürger stattfinden.

                                   

Meilenlauf zum polnischen Tag der Unabhängigkeit in Goleniów

Am 11. November besuchte eine Bergener Delegation ihre polnische Partnerstadt Goleniów zum Tag der Unabhängigkeit. Traditionell fanden an diesem Tag die nun schon 28. Läufe der Unabhängigkeitsmeile statt.

Mit am Start waren Läufer des 1. LAV Bergen. Als Kleinste ging Hannah Schölzke an den Start. Sie konnte in der Altersklasse der 7 – 8-jährigen den 7. Platz von insgesamt 201 Läufern erzielen. Sina Suhr und Kim Grafe starteten in der Altersklasse 9 - 10 und konnten den 12 und 19. Platz erringen. Carlotta Franz und Gregor Kammel belegten in der Altersklasse 11 – 12 den 23. sowie den 42. Platz. Besonders stolz waren die Läufer, die bereits zum zweiten Mal dabei waren. Sie konnten sich um mehr als 20 Plätze zum Vorjahr verbessern. In der Altersklasse Ü50 ging Astrid Leukroth an den Start, die sogar mit einer Zeit von 9:38 den 3. Platz erringen konnte. Den 10 - Kilometerlauf absolvierte Thomas Schölzke - in nur 39:35 min kam er in einem Feld von 741 Teilnehmern als 77. ins Ziel.
Insgesamt beteiligten sich ca. 2000 Läufer an der Veranstaltung in Goleniów. Die Teilnehmer kamen aus den verschiedensten Ländern der Welt. Stolz auf die guten Leistungen konnten alle Läufer des 1. LAV sein.

Als Erinnerung erhielten sie eine Medaille und eine Urkunde.

Auch eingeladen zum Tag der Unabhängigkeit war eine Delegation von Bergener Stadtvertreter und Verwaltung. Traditionell legten Matthias Ewert und Eike Bunge gemeinsam mit anderen Städtepartnern sowie polnischen Schulen und Institutionen am Abend einen Kranz zum Gedenken an die Erringung der polnischen Unabhängigkeit vor 98 Jahren nieder.

Das deutsch-polnische Treffen diente auch der Ideenfindung neuer gemeinsamer Projekte. Angedacht ist ein kultureller Austausch mit geschichtlichem Hintergrund, ein Besuch einer Kunsthandwerkerin auf dem diesjährigen Weihnachtsmarkt oder auch eine Verkaufsausstellung mit Kunsthandwerk im Bergener Stadtmuseum.

Die Goleniówer schlugen auch nochmals einen gemeinsamen Sportwettkampf vor. Die Disziplin sollten sich die Bergener aussuchen, da sie alle bisherigen Ballspiele verloren haben. Für die insgesamt 14 Gäste aus Bergen waren die Tage in Goleniów ein unvergessliches Erlebnis und ein wichtiger Meilenstein der engen partnerschaftlichen Beziehung der beiden Städte.

 
   
                           
                                         

                

 

Wiedersehen mit Freunden aus Svedala im Mai 2017

In der zweiten Maiwoche bekamen die Schüler der neunten Klasse der Regionalen Schule „Am Rugard" Besuch aus ihrer schwedischen Partnerschule in Svedala. Die Freundschaft zwischen den beiden Schulen besteht nun schon seit vielen Jahren. Gegenseitige Besuche und gemeinsame Projekte stehen jedes Jahr auf dem Programm. 

Dienstag gab es ein freudiges Wiedersehen aber auch neue Schüler waren dieses Mal mitgereist. Am ersten Abend erkundeten sie gemeinsam mit den Bergenern die Stadt. Geschlafen wurde im Spiegelsaal der Schule, gekocht wurde gemeinsam.

Der Mittwoch war der einzige Regentag in der Woche. Nach gemeinsamen Proben und Unterricht ging es nach Binz. Die Binzer Seebrücke im Regen genießen war für alles ein neues Erlebnis.

Höhepunkt des Projektes war am Donnerstag die Talente-Show im Putbusser Theater. Zwei Schwedinnen verzauberten das Publikum mit ihrem Gesang

Viel Spaß hatten alle Schüler beim Kegeln am Freitag.

Im September werden die Bergener Schüler zum Gegenbesuch starten. In der Zwischenzeit tauschen sie sich über den- Facebook-Kontakte Bergen – Svedala aus.

Beide Schulen hoffen auf viele weitere so fröhliche gemeinsame Projekte.

Hobbyfotografen aus Palanga zu Gast in Bergen auf Rügen

Vom 26. – 28. Mai weilten 5 Hobby-Fotografen aus Palanga auf Rügen.

Ihr Ziel war es, gleichgesinnte in ihrer Partnerstadt Bergen zu finden und gemeinsam auf Fotosuche auf unserer Insel zu gehen. Die Idee für dieses Projekt stammte vom Palanga-Fotoclub und entstand während des letzten Besuches unserer Stadt beim Tag der 1000 Tische in Litauen.

Am ersten Abend hießen Bianca Pahnke, Birgit Schröder und Kathrin Parpat von der Initiative „Wir für Bergen“ die Gäste bei einem Abendessen willkommen. Dieser für alle sehr erlebnisreiche Abend endete mit einem Spaziergang durch Bergen. Ein großes Lob fand Aidas aus Palanga für seine Partnerstadt auf Rügen. Ihm gefiel die architektonische Vielfalt unserer Stadt. Er entdeckte interessante Fotomotive, die er auch gleich auf seiner Kamera festhielt.

Am Samstag bei strahlendem Sonnenschein und Hitze startete die Gruppe ihre Fototour.

Und welches Ziel auf Rügen konnte es anderes sein als die berühmten Kreidefelsen. Die Wanderung ging entlang der Küste vom Sassnitzer Hafen bis zum Königstuhl. Der Fotoclub hat bereits in anderen Partnerstädten Palangas ähnliche Projekte durchgeführt. Die besten entstandenen Bilder werden für Ausstellungen zur Verfügung gestellt.

Für Bianca Pahnke, die die Gruppe während der Tour betreute, waren die gemeinsamen Stunden mit den Freunden aus Palanga ein unvergessliches Erlebnis, bei dem sie auch viel Neues und Interessantes lernen konnte.

Bianca Pahnke
Europa- und Kulturausschuss

XVI Deutsch - Polnisches Jugendfestival 9.- 11.6.2017 in Walcz

825 Jahre der St. Johannes Toten- und Schützengilde Oldenburg i. H. von 1192

Am Samstag, den 24. Juni 2017, feierte die Partnerstadt Oldenburg i. H. ein außergewöhnliches und einzigartiges Jubiläum.
Die St. Johannes Toten-und Schützengilde der Stadt Oldenburg i.H. feierte ihren 825. Geburtstag und ist damit unbestritten die älteste Schützengilde Deutschlands.
Die sich im Jahr 1192 aus der Not heraus gebildete Zusammenkunft der Oldenburger Bürgerinnen und Bürger bewahrte die Traditionen über viele Jahrhunderte und auch noch heute begeht die Gilde ihre jährlichen Feierlichkeiten in Anlehnung an diese alten Rituale.
Und das ist einfach bemerkenswert!
Der sogenannte Älteren-Rat stellt jedes Jahr einen neuen Ersten Ältermann, der über ein Jahr die Geschicke der Gilde leitet.
In diesem Festjahr ist der " Erst Ölst" der langjährige Bürgervorsteher der Stadt Oldenburg i.H. Helmut Schwarze und damit wiederum etwas Besonderes.
Die Gilde ist im Übrigen eine Männerdomaine, die Sprache ist seit Jahrhunderten - Plattdeutsch und die "Tracht" ist ein schwarzer Frack mit schwarzem Zylinder, einer roten Rose am Revers und einem Handstock, mit dem beim Marschieren der Takt geklopft wird.
Am 24.Juni 2017 wurde nun zum 825-zigsten Mal das Gildefest begangen.
Aus diesem Anlass reisten 17 weitere Gilden aus ganz Deutschland nach Oldenburg und weitere Gäste kamen aus Frankreich, Litauen und Bergen auf Rügen.
Nach dem Empfang im Rathaus, marschierten die Gildebrüder in Abordnungen, sternförmig aus den Straßen kommend auf den Marktplatz der Stadt und vor dem Rathaus erfolgte der Fahnenaufmarsch aller teilnehmenden Gilden.
Der anschließende Festumzug durch die Stadt zum Gildefestplatz wurde von 5 Musik- und Blaskapellen musikalisch begleitet.
Das war ein mehr als beeindruckendes Spektakel!
Im Schützenhof würdigte der Erst Ölst dann das besondere Jubiläum und wurde darin durch den anwesenden Landrat und den Kreispräsidenten des Landkreises Ostholstein unterstützt.
Nach dem offiziellen Akt wurde auf dem Festplatz in den 41 Gildezelten mit zünftiger Blasmusik ausgiebig gefeiert.
Die Bergener Delegation, angeführt durch den Bergener Stadtpräsidenten Matthias Ewert, war mehr als dankbar, bei diesem besonderen Fest dabei sein zu können:
Liebe Oldenburgerinnen und Oldenburger,
liebe Gillschwestern und Gillbrüder,
vielen herzlichen Dank für eure herzliche Gastfreundschaft zur Jubiläumsgilde 2017. Wir werden diese beeindruckenden Tage so schnell nicht vergessen!

Mattias Ewert
Präsident der Stadtvertretung
Bergen auf Rügen

Erasmus+ 

Neues Jugendprojekt der Vier Ecken der Südlichen Ostsee gestartet

"Youth 4 Europe"  "European Youth Identity" – so lautet das Thema des neuen Jugendprojektes der „Vier Ecken der südlichen Ostsee“. Ende 2018 fand der erste Workshop des Projektes in Swinoujscie statt. Dort trafen sich jeweils 8 Jugendliche, 2 Regionalpolitiker, Lehrer und Koordinatoren der vier Projektpartner und diskutierten über Menschenrechte und wie sie in unseren Regionen eingehalten werden. Aus Bergen nahmen 8 Schüler des Ernst-Moritz-Arndt Gymnasiums teil.

Nun ist die Einhaltung der Menschenrechte auf EU-Ebene z.B. in der Europäischen Menschenrechtskonvention festgeschrieben. Jede Teilnehmerregion berichtete auch über diesbezügliche gesetzliche Grundlagen in ihren Ländern. Trotzdem konnten die jungen Leute über Fälle der Ungleichbehandlung, über Missbrauch oder Diskriminierung berichten. Sehr kritisch setzten sie sich mit existierenden Benachteiligungen und Ausgrenzungen auseinander und diskutierten offen mit den anwesenden Regionalpolitikern. Sie fanden aber auch heraus, dass es durchaus Unterschiede in den vier Ländern beim Umgang mit solchen Verletzungen im täglichen Leben gibt.

Zur Lösungen wollen z.B. die Polen über Ungleichbehandlung in Schulen und Kindereinrichtungen aufklären. Als andere Möglichkeiten sahen die Projektteilnehmer mehr Zivilcourage, soziale Unterstützung und die Einbeziehung aller Menschengruppen. Ein sehr praktisches Beispiel für die Verbesserung des Respektes zwischen den Menschen sahen sie in ihrer internationalen Jugendzusammenarbeit.

Das Jugendprojekt der Kooperation der „Vier Ecken der südlichen Ostsee“ gibt es seit 2002. Die Stadt Bergen auf Rügen arbeitet in Kooperation mit dem Landkreis Vorpommern-Rügen  und dem Ernst-Moritz-Arndt Gymnasium seit 2012 als Partner in dem Projekt. Zu den Vier Ecken gehören die dänische Insel Bornholm, die polnische Stadt Swinoujscie, Südost-Skåne in Schweden und der Landkreis VR.

Die EU hat das Projekt aus dem Erasmus+-Programm gefördert  Damit ist die Finanzierung dieser Zusammenarbeit bis Mitte 2020 gesichert.