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Datum: 13.03.2020

Pressemitteilung der STADT BERGEN AUF RÜGEN zum CORONA-VIRUS

Pressemitteilung

Da sich die Situation bezüglich des Corona-Virus in den letzten Tagen verschärft hat, hat Bürgermeisterin Anja Ratzke am 12.03.2020 einen Krisenstab einberufen. „Wir haben gehofft, dass von anderer Ebene bis hin zur Bundesregierung klare Entscheidungen getroffen werden. Dies ist bisher nicht erfolgt, so dass wir uns unseren Bürgern gegenüber in der Pflicht sehen, präventive Schutzmaßnahmen einzuleiten“ erklärt Bürgermeisterin Ratzke. Eine schnelle Verbreitung des Virus ist unbedingt zu vermeiden. „Daher haben wir entschieden, nach unseren Kompetenzen anhand des „Nationalen Pandemieplans des Robert-Koch-Instituts“ Maßnahmen festzulegen, die eine schnelle Verbreitung eindämmen.“

Im Einzelnen sind folgende Maßnahmen beschlossen worden:

  • Bis zum 30.06.2020 wird es von der Stadt Bergen inclusive der dazugehörigen Einrichtungen, wie miz und Museum keine  Veranstaltungen geben.
  • miz und Museum bleiben vorerst bis 30.04.2020 geschlossen.
  • Die Begegnungsstätten in Bergen-Süd und Rotensee bleiben bis 30.04.2020 geschlossen.
  • Senioren gehören zu der Risikogruppe und daher werden keine Gratulationen der Stadt Bergen bis auf Weiteres durchgeführt.
  • Auf unsere Schulen und Kitas haben wir als Stadt keinen direkten Einfluss. Wir werden diesen aber empfehlen, keine Veranstaltungen durchzuführen.
  • In unseren Sporthallen an den Schulen wird es bis 30.04.2020 keinen Freizeitsport mehr geben. Die Hallen sind bis 22:00 Uhr in Nutzung und morgens um 7:30 Uhr kommen die ersten Schüler. In der Zwischenzeit ist keine Reinigung möglich, so dass zum Schutz unserer Kinder diese Entscheidung zu treffen war.
  • Sitzungen der Stadtvertretung und Ausschüsse werden nur nach Dringlichkeit in Abstimmung mit dem Präsidium durchgeführt.
  • Das Rathaus wird außerhalb der Sprechzeiten verschlossen.
  • Die Ausgabe von Fischereischeinen, die überwiegend von Urlaubern in Anspruch genommen wird, wird bis auf weiteres ausgesetzt.

Des Weiteren sind Maßnahmen zur Sicherung des Brandschutzes eingeleitet worden. Bei allen Maßnahmen handelt es sich um präventive Maßnahmen zum Schutz unserer Einwohnerschaft. Jeder Einzelne sollte auch für sich überlegen, ob der ein oder andere Termin vielleicht verschoben werden kann, um sich und andere nicht in Gefahr zu bringen.

Der Krisenstab der Stadt Bergen auf Rügen wird seine Arbeit kontinuierlich fortsetzen. „Wir haben z.B. vor, eine Telefon-Hotline für unsere Einwohnerschaft einzurichten, um der Risikogruppe individuelle Hilfe anzubieten. Dies könnte z.B. bei der Versorgung notwendig werden. Allerdings hoffen wir nach wie vor, auf Entscheidungen und Verfügungen anderer Ebenen“ sagt die Bürgermeisterin.