Icon Sprachen

Untermenu

Touristeninformation
Benedix-Haus

Öffnungszeiten
Montag bis Freitag
10.00 bis 18.00 Uhr

 

Juli und August
auch Samstag
10.00 bis 13.00 Uhr

 


Blutspendedienst Mecklenburg-Vorpommern
Aktuelle Blutspendetermine in
Bergen / Rügen
 

Seiteninhalt

Natur und Erholung

Der Nonnensee

Nonnensee
Gesamtansicht des Nonnensees

Der Nonnensee und seine wechselvolle Geschichte
 
Der Sage nach befand sich dort, wo heute der Nonnensee zu finden ist, ein Kloster. Reichtum und Unermesslichkeit – die Nonnen sollen aus Überfluss im Sommer auf Salz Schlitten gefahren sein – führten zum Untergang des Klosters. An seiner Stelle entstand der Nonnensee. Nur zu Pfingsten seien seither noch die Glocken des Klosters oder auch klagende Stimmen aus dem See zu hören…
 
Die Versuche, den Nonnensee trocken zu legen und landwirtschaftlich zu nutzen, liegen weit zurück. Bereits 1859 bis 1860 versuchte man, den Wasserstand abzusenken. Dies gestaltete sich aber außerordentlich schwierig und
Nonnensee3
Blick auf einen Wanderweg rund um den Nonnensee mit links im Vordergrund stehender Informationsfläche zum Gebiet des Nonnensees

aufwendig. Wirklich erfolgreich war die Melioration der Nonnenseeniederung seit 1967, als am Ostufer eine Pumpstation gebaut wurde, die nachhaltig das Wasser in die vorbei fließende Duwenbeek abpumpte.
So wurde fortan das entstandene Grünland bewirtschaftet – freilich zu einem hohen Preis.
 
Im Winter 1993 zu 1994 fiel das Schöpfwerk wegen eines Defektes mehrere Wochen aus. Und innerhalb kürzester Zeit lief die Niederung wieder voll Wasser – der See eroberte sich seine Flächen zurück. Beteiligte Interessengruppen waren sich recht schnell einig, der See sollte bestehen bleiben.
Es fanden sich bald erste
Nonnensee4
Blick auf das gegenüberliegende Ufer des Nonnensees mit dort befindlichen Einfamilienhäusern

Gäste der Wasservogelwelt ein. Kaum jemand aber konnte absehen, welche Bedeutung dieser See für Wasservögel aus dem Norden und Osten Europas bis nach Sibirien reichend in der Folge erlangen sollte. Bislang wurden schon 80 ans Wasser gebundene Vogelarten, teilweise in großen Individuenzahlen hier erscheinend beobachtet. 25 Arten davon brüten am See, darunter alle Lappentaucher, Höckerschwan, Graugans, einige Entenarten, Lachmöwe und Flussseeschwalbe.
Seeadler und seltener Fischadler erscheinen ebenfalls am See. 
 Aber der See ist auch ein wichtiges Naherholungsgebiet. Der etwa 5 km lange Rundwanderweg mit seinen beiden Beobachtungstürmen bietet gute Voraussetzungen, die Ruhe zu genießen, die Vogelwelt zu erkunden oder auch für laufsportliche Betätigungen.

Der Rugard

Rugard3
Blick auf eine romantisch gelegene Einbuchtung in die Flora des Rugard mit zwei Sitzbänken und dazwischen stehendem Baum mit unten angelehnten Gedenkstein

Der Rugard ist nach der Stubnitz (Piekberg 161 Meter) und der Granitz (Tempelberg 107 Meter) mit 91 Metern das dritthöchste Gebiet Rügens. Seine Spitze krönte bis 1325 nach Christus eine slawische Burg, Residenz der Ranenfürsten, denen nicht nur Rügen, sondern auch das Festland bis Barth hin gehörte. Danach verfiel die Burg bis auf die Wälle, die die Fläche um die 1970 erbaute Gaststätte und den Aussichtsturm von 1869 noch heute umgeben. Über das alte Burgareal ging der Pflug, im 16. und 17. Jahrhundert stand hier eine Mühle. – Der Wald auf dem Rugard wurde erst vor rund 150 Jahren angepflanzt. Aus ökonomischen Gründen erhielten dabei standort- und gebietsfremde Arten den Vorrang. So ist nicht dieser Wald als solcher Natur – nur die Bäume selbst sind es. Ihre Artenzahl aber, ihr unterschiedliches Alter und die sparsame Durchforstung schaffen ein Mosaik verschiedener Lebensräume, dessen Vielfalt in der großen Zahl der hier lebenden Vogelarten auffälligen Ausdruck findet. 
 
Heute stellt der Rugard für die Bewohner Bergens und für Gäste der Insel Rügen ein wichtiges Naherholungsgebiet dar, welches zum Wandern, Erholen, Beobachten einlädt, andererseits mit Sommerrodelbahn und Kletterwald auch zu sportlicher Betätigung animiert.

Der Raddas

Raddas2
Blick in die sonnendurchströmte Flora des Raddas mit Wanderweg und Sitzbank im Hintergrund

Urlaub in Bergen auf Rügen bedeutet trotz aller bedeutenden Bauten nicht nur „Pflastertreten“, sondern bietet auch Erholung in der Natur. Dafür sorgt unter Anderem der Waldpark „Raddas“ im Norden der Stadt, ein ausgedehnter Buchenmischwald mit zahlreichen Wegen und einladenden Sitzgelegenheiten. Der Raddas wurde in den dreißiger Jahren des 19. Jahrhunderts auf Anregung des damaligen Bürgermeisters Daniel Wilhelm Wagner von der Stadt angelegt. Der Name Raddas ist wendischen Ursprungs und ist eine Wortkombination von feuchter Torf und schwarze Erde (rad haas), denn früher war dieses Gebiet ein wüst liegendes Weideland. Am Ende des 20. Jahrhunderts wurde der Raddas saniert. Der südlich gelegene Rotenseepark erfreut mit seinen geschützten Feuchtbiotopen Einwohner und Gäste gleichermaßen. Besonders Vogelliebhaber kommen hier auf ihre Kosten.