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Stadtrundgang Gadmundstraße

 Die Wasser-, Weiden- und Gadmundstraße - Das "Nachtjackenviertel" 

 Diese Straßen stellen den ältesten Teil der Bergener Altstadt dar, das so genannte „Nachtjackenviertel“. Die Bezeichnung ist in einer Zeit entstanden, als es in den Haushalten noch kein fließendes Wasser gab. Dieses musste von einer zentralen Stelle, im Bereich der heutigen Putbuser Kreuzung, geholt werden. Die in aller Frühe, nur mit einer Jacke oder einem Mantel über ihrer Nachtwäsche bekleideten Frauen gingen bei Wind und Wetter mit Kannen und Eimern dort Wasser holen. Der Stadtteil, der früher eine eigene Siedlung von Fischern war, wurde erst  Anfang des 19. Jahrhunderts eingemeindet. Die heutige Wasserstraße war früher die Dorfstraße der alten Siedlung Gadmund. Sie ist leicht ansteigend und führt bis an den südöstlichen Steilhang des Klosters. Heute  ist vom Charme einer alten Fischersiedlung kaum etwas übrig geblieben. An den alten Straßenstrukturen sind neue Eigenheime entstanden. Alte Baustrukturen sind verschwunden.

Die Königsstraße

Der Name „Königsstraße“ wird erstmals 1560 erwähnt. Überliefert ist, dass auf dem Joachimberg, der im Volksmund „Goyenberg“ genannt wurde, die Schützenfeste mit dem berühmten Armbrustschießen auf einen „…hölzernen Papageienvogel…“ stattgefunden haben. Der jeweilige Schützenkönig wurde auf einem Festumzug, der auch durch diese Straße führte, gefeiert. Auf alten Flurkarten ist der Name „Jasmunder Landstraße“ verzeichnet, die vor der Errichtung des Lietzower Damms über Prora und der Schmalen Heide nach Jasmund führte. Nach dem II. Weltkrieg wurde sie in „Straße der Solidarität“ umbenannt und erhielt nach der „Wende“, auf Beschluss der Stadtvertretung ihren alten Namen wieder zurück.

Die Clementstraße

Blick in die Clementstraße an der Abzweigung zur Mühlenstraße stehend mit Blick bergab in die sich verengende Clementstraße mit links liegender katholischer Kirche mit Haupteingang und Vorplatz und rechts liegenden gepflegten Grundstücken

Fritz Clement, der bekannteste Bergener Straßenbaumeister, der nach dem Tode sein Vermögen der Stadt zum Pflastern von Straßen vererbte, war für diese Straße namensgebend. Ein Gedenkstein am Ende der Königsstraße im Kreuzungsbereich zur B196, ehrt ihn auch als „Förderer des Rügenschen Straßenbaues“. Im Bereich der jetzigen Clementstraße weisen Flurstückskarten um 1853 auf die Eigentümer Clement hin.

Die Katholische Kirche „St. Bonifatius“

Diese katholische Kirche befindet sich in der Clementstraße. Die baugeschichtliche Entwicklung dieser Kirche geht zurück bis in die Mitte das 19. Jahrhunderts, als katholische Erntehelfer auf die Insel Rügen kamen. Im Jahre 1863 kam es zum Bau eines Missionshauses, mit einer am 8. September des gleichen Jahres gesegneten Kapelle, die den Ansprüchen der anfangs nur wenigen auf Rügen lebenden, katholischen Familien genügte. Im Jahr darauf wurde die Missionspfarrei Bergen errichtet und Gustav Machai als erster Seelsorger angestellt. Ein Pfarrhaus wurde erbaut und von 1867 bis 1878 existierte eine katholische Schule. Im Jahr der Reichsgründung  1871 wurden auf der Insel Rügen zweihundert katholisch Gläubige gezählt. Die Chronik jener Tage berichtet, dass in den Bänken der kleinen Kapelle, die für sechs Personen ausgelegt waren, zwölf untergebracht wurden, indem die eine Hälfte saß und die andere kniete. Anfangs des 20. Jahrhunderts wurde deshalb die katholische Kirche „St. Bonifatius“, eine Backsteinkirche, errichtet. Um 1940 wurde das Gebäude mit einem Glockenturm erweitert, der allerdings erst 1964 mit Glocken ausgestattet wurde. Seit Ostern 2000 erklingt die mit Spendengeldern sanierte, einhundertzwanzig Jahre alte Orgel in St. Bonifatius. Gegenwärtig leben auf der Insel Rügen etwa 1200 Menschen katholischen Glaubens.

Die (ehemalige) alte Motormühle

Die Clement- und die Königsstraße münden in einen kleinen Vorplatz, der vom Volksmund auch als „Mühlenvorplatz“ bezeichnet wurde. Archivunterlagen belegen, dass an diesem Platz im Jahr 1929 durch den „Herrn Mühlenbesitzer Siegfried Friese“ die erste Motormühle Bergens errichtet wurde, die heute leider nicht mehr existiert. Die Baugenehmigung dafür kostete damals 27,50 Reichsmark. Die Mühle wurde als „Walzenmühle Bergen auf Rügen Friese & Huhn” betrieben.

Die Mühlenstraße

Die Mühlenstraße wurde 1788 als „Am Mühlenheck“ bezeichnet, weil sich am Ende „dem Heck“ eine Windmühle befand. Alte Flurkarten belegen diesen Standort und den Weg dorthin. Heute befindet sich hier ein Eigenheimgebiet in Hanglage.

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